Gemeinschaftsübung der Samaritervereinigung St. Gallen vom 24. August 2017

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Als die Kursleiterinnen Nicole Grübel und Simoné Hättenschwiler den Parcours im Campingareal Wittenbach anlegten, war noch eitel Sonnenschein und zwar so stark, das niemand an einen Wetterumschwung dachte. Alles war parat und eingerichtet, als das Gewitter völlig überraschend über sie hereinbrach. Dabei schien sich alles gegen die Durchführung verschworen zu haben, denn es schüttete wie aus Kübeln. An einen normalen Ablauf war nicht mehr zu denken. Nein, nicht wegen den Samaritern. Diese müssen ja bei jedem Wetter parat sein. Sondern wegen den Figuranten. Es war Ihnen nicht zu zumuten, bei diesem Wetter während der gesamten Übung irgendwo im Nassen zu liegen und sich dabei noch eine Lungenentzündung zu holen. Deshalb disponierte die Kursleitung kurz um und legte die Übungsplätze ins Innere des Campinggebäudes. Das Samariter und Samariterinnen sich durchaus bewusst sind, jederzeit bereit zu sein, bewies der zahlreiche Aufmarsch, der eingeladenen Vereine.

Anni Künzler Präsidentin der Samaritervereinigung der Stadt St. Gallen konnte mehr als 30 Teilnehmer begrüssen und freute sich besonders, dass die Präsidentin des Stadtparlamentes Frau Ryser sich die Zeit genommen hat, diesen Anlass zu besuchen.

Folgende Übungen waren durch die Teilnehmer zu absolvieren:

  • Handverletzung durch ein Messer
  • Beinbruch
  • Bewusstlosigkeit durch einen Gasausbruch
  • Panikattacke
  • Verbrennung der Hand bei der Manipulation mit einem Gasgrill

Um dem Ganzen noch einen gewissen Pep zu geben erhielten die Teilnehmer ein Fläschchen Wasser, das mit einem farbigen Punkt versehen war. Alle Teilnehmer mit gleichfarbigen Punkten bildeten dann jeweils ein Team, welches miteinander die Übung absolvieren musste.

Ausser bei der Übung mit der Bewusstlosen durch einen Gasausbruch erfolgte der der Einsatz der Samariterinnen und Samariter bei den gestellten Aufgaben immer sehr schnell, professionell und ohne vorherigen Erklärungen. Beim Fall des Bewusstlosen stand Peter Moser von der Rettungssanität mit Rat zur Seite. Er schilderte den Übenden kurz die Situation und schärfte Ihnen ein, dass erst wenn die Feuerwehr den vergasten Raum freigibt, sie diesen auch betreten dürften.

Die einzelnen Teams hatten jeweils eine Viertelstunde pro Posten zur Verfügung und konnten während dieser Zeit Ihr Können unter Beweis stellen. Dass zum Teil für die Übungen weniger Zeit gebraucht wurde, bestätigt die Professionalität und die Begeisterung mit Welcher die Teilnehmer an die Sache heran gingen. Simoné Hättenschwiler zeigte sich darum in der Schlussbesprechung voll des Lobes über den, trotz widrigen Umständen, voll gelungen Anlass und dem tollen Einsatz der Teilnehmer. Den anschliessenden Spagettiplausch zum Abschluss hatten den auch alle redlich verdient, was sie auch sichtlich genossen.

2 Präsidentinnen vereint. Frau Ryser vom Stadtparlament und Frau Anni Künzler von Samaritervereinigung

Handverletzung durch ein Messer

Beinbruch

Bewusstlosigkeit durch Gaseinbruch

Panikattacke

Verbrennung der Hand bei der Manipulation mit einem Gasgrill